Saison 2010 - Logbuch

Schweden

Hanöbucht - Hanöbukten

Die Hanöbucht (schwedisch Hanöbukten) ist eine Bucht an der Ostseeküste der schwedischen Provinzen Skåne län und Blekinge län. Der Name Hanöbukten stammt von der kleinen Insel Hanö, die sich im Meer vor der Halbinsel Listerlandet befindet.

Die Bucht erstreckt sich von Listerlandet im Norden bis zum Stenshuvud und der Insel Bornholm im Süden; die wichtigsten Hafenstädte an der Hanöbucht sind Sölvesborg, Åhus und Kivik. Entlang der Hanöbucht erstreckt sich von Åhus bis Julleboda im Süden eine ungefähr 20 Kilometer lange Dünenlandschaft mit einem langen Sandstrand, der gut zum Baden geeignet ist. Die Region an der Bucht ist daher touristisch geprägt. Bei Ost- oder Südwind wird das Wasser kälter, da kalte Strömungen aus der Tiefe nach oben getrieben werden.

In die Hanöbucht münden die Flüsse Helge Å, Skräbeån, Julebodaån und Verkaån. Die größte Tiefe der Hanöbucht beträgt über 60 Meter. Die Salinität (Salzgehalt) beträgt ungefähr 7,5 im flacheren bis 13 Promille im tieferen Wasser.

Der Fischfang konzentriert sich vor allem auf Hering, Kabeljau und Aal.
Quelle: Wikipedia

Vor Jahren war die Schärenküste der Hanöbucht nördlich von Bornholm für Nicht-Schweden gesperrt (bis 2001). Diese wunderschöne Inselwelt ist die Küste der Provinz Blekinge (»der Garten Schwedens«) und war noch vor Kurzem – bis auf wenige Fahrwasser nach Karlshamn und Karlskrona – militärisches Sperrgebiet. Nicht-Schweden durften dort nicht fahren; nautisches Material gab’s natürlich nicht.


Karte mit Fotos

 

Freitag, 25. Juni - Midsommaraften - Simrishamn
Ab Simrishamn befinden wir uns im Seegebiet "Hanöbucht" oder auf schwedisch: Hanöbukten. Von Skillinge sind es nur 6 sm bis Simrishamn. Die Strecke ist so kurz, dass wir beschließen, die Fender und Leinen bleiben gleich an Deck liegen. Die Sicht ist heute nicht so gut, es ist alles etwas milchig. In Simrishamn laufen wir gegen 14.30 Uhr ein und finden einen fast leeren Hafen vor. Das ändert sich gegen Nachmittag und am Abend sind dann fast alle Boxen belegt. Das Wetter bessert sich und die Sonne wärmt uns in der Plicht. Leider findet in Simrishamn kein Midsommarfest statt und es wird auch kein Midsommarstang (ähnlich wie Maibaum) aufgestellt.


Yachthafen Simrishamn

 

Samstag, 26. Juni 2010 - Åhus
Kurz vor 10.00 Uhr legen wir in Simrishamn ab und setzen draußen Segel. Der Wind weht mit 10 kn im Hafen und draußen sind es dann 19 kn. Uwe bindet ein Reff ins Groß und kaum ist er fertig, da weht es schon mit 25 kn. Also bindet Uwe ein weiteres Reff in Groß. Mit 6-7 kn düst Carina dann los. Es lässt sich gut steuern und wir kommen schnell voran. Auch die Wellen machen uns nichts aus, sie können die Fahrt nicht stoppen. Als die Wolken sich verziehen, lässt der Wind nach und Uwe macht die Reffs wieder raus. Die Wellen werden schnell kleiner und so kommen wir auch mit wenig Wind dem Ziel näher. Ab und an weht es mal kräftiger, aber es sind nur Böen. Das Wetter ist nun richtig freundlich und die Sonne wärmt uns. Ab der Fahrrinne vor Åhus packen wir die Segel ein und steuern mit Motorkraft in die Helge Å hinein, so heißt der Fluss der bei Åhus in die Hanöbucht mündet. Der erste Eindruck von Åhus täuscht, man sieht nur Silos und Container. Doch dann kommen die Liegeplätze in Sicht und die Stadt und alles ist gut. Hier liegt man sehr gut an den Gästestegen (Y-Anleger) und die Stadt ist gleich neben an. Viele nette Restaurants sind direkt an der Hafenpromenade. Und wir genießen die hellen Nächte hier in Schweden, der Himmel bleibt die ganze Nacht hellblau.

Sonntag, 27. Juni 2010 - Åhus
Hafentag in Åhus. Heute spielt bei der WM 2010 Deutschland gegen England. Leider können wir das Spiel nur im Radio verfolgen, aber Hauptsache gewonnen. Das Ergebnis ist 4:1, wir sind im Viertelfinale und England fliegt nach Hause. Wir haben extra für das Spiel bei Telia-Schweden für 24 Std. einen W-lan-Zugang gekauft, aber die Verbindung hat nur zum Einloggen gereicht, danach brach die Verbindung zusammen.


Montag, 28. Juni 2010 - Hanö
Wir wollen weiter und zwar zur Insel Hanö. Sie liegt 18 sm weiter Richtung Osten. Da der Wind heute aus Ost weht und auch nur ganz schwach, motoren wir und lassen die Segel eingepackt. In Hanö finden wir einen Platz an der Kaimauer im Päckchen bei einem Schweden. Das Wetter ist heute super, wir sind zum ersten Mal in diesem Jahr im Shirt gesegelt. Nach uns laufen noch viele Schiffe ein, aber mehr als 2erPäckchen werden es nicht. Nach dem Abendessen (Lachs mit Kartoffelgratin) mache ich einen ausgedehnten Spaziergang über die Insel, über Bönsäcken bis hoch zum Leuchtturm.

Dienstag, 29. Juni 2010 - Vägga Karlshamn
10.00 Uhr Ablegen im Inselhafen und um 11.00 Uhr wieder anlegen im Inselhafen. Auf der Insel scheint die Sonne und draußen ist alles dicht. Seenebel oder Küstennebel nennt sich das, Uwe meint, Küstennebel trinke ich lieber aus der Flasche, auf See mag ich ihn nicht. Wir warten ab und fahren später los, der Seenebel wird sich ja nicht ewig halten. Bis Karlshamn sind es nur 9 sm, das ist nur um die Ecke.
12.00 Uhr und der Nebel verschwindet. Wir wagen es und laufen aus. Die Sicht ist gut, wir können schon Tarnö sehen. Schnell sind wir in Karlshamn, wir wollen in den Väggahamn und nicht in den Stadthafen. In der Stadt liegt man sehr unruhig, hier im Naturhafen Vägga liegen wir ruhig und sicher. Am Gästesteg finden wir einen Platz und machen an einer Heckboje fest.


Mittwoch, 30. Juni 2010
Hafentag in Karlshamn. Wir wandern den Uferweg (Strandpromenaden) bis in die Stadt (hin und zurück = 6,5 km). Der Weg schlängelt sich durch einen parkähnlichen Mischwald aus Buchen, Kiefern und Eichen immer am Ufer vorbei. Von hier hat man eine tolle Aussicht auf die Schären vor Karlshamn. Auf halbem Weg liegt das hübsche Cafe „Utsikten“, hier sitzt man dicht am Ufer und hat einen tolle Fernsicht bis zur Insel Hanö. Am Ende der „Strandpromenden“ steht das Auswandererdenkmal mit Karl-Oskar Nilsson und seiner Kristina (1959 errichtet). Kristina blickt zurück auf ihre geliebte Heimat und Karl-Oskar blickt unbeirrt Richtung Meer. Im Frühjahr 1850 segelten die Beiden von hier mit der Brigg "Charlotta" nach Amerika. Viele Schweden sind damals nach Amerika ausgewandert. In einem Dorf in der Nähe von Karlshamn machte sich die Hälfte der Dorfbewohner auf den Weg ins unbekannte Land.
Zurück an Bord machen wir eine Pause und trinken einen Cappo. Dann geht es wieder weiter, denn wir müssen Proviant und Diesel bunkern, denn morgen fahren wir in die Schärenwelt von Blekinge und dort gibt es keine Versorgungsmöglichkeiten. Ich nehme den Hackenporsche und Uwe packt zwei 20 L Kanister auf seine Karre und wir marschieren los. Mit den beiden Wagen ist das Besorgen kein Problem, wir bekommen keine lahmen Arme vom Tragen, müde Füße haben wir allerdings (hin und zurück = 3,5 km).

Karte mit Fotos

dann geht es in den Schärengarten

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