Saison 2010 - Logbuch

Schweden

Rødvig nach Simishamn


Karte mit Fotos


Samstag, 19. Juni 2010
Wir segeln heute nach Schweden. Die Strecke von Rødvig/Dänemark bis Skanör/Schweden beträgt 20 Seemeilen und wir benötigen 4 Stunden dafür. Die Strecke führt an der Kirche von Højerup und dem alten Leuchtturm Stevns Fyr vorbei. Die Küste leuchtet im Sonnenlicht, sie heißt Stevns Klint und besteht aus Kreide und Kalk. Dann entfernen wir uns von der dänischen Küste und überqueren den Øresund. Das Verkehrstrennungsgebiet kreuzen wir im rechten Winkel und halten dabei Ausschau nach großen Schiffen. Es ist immer wieder erstaunlich, wie schnell die großen Pötte näher kommen. Skanör leuchtet auch in der Sonne und wir freuen uns auf einen Cappo im nicht mehr schaukelnden Schiff. Carina wird ganz schön hin und her bewegt von den Wellen. Deshalb setzen wir die schwedische Gastlandflagge auch erst im Hafen.


Skanör im Abendlicht



Sonntag, 20. Juni
Hafentag in Skanör, hier kann man gut ein paar Tage liegen, vom Fischladen und von der Räucherei werden wir gut versorgt. Der Strand von Skanör lädt zum stundenlangen Spaziergang ein.


Bunte Badehäuschen stehen überall in den Dünen


Montag, 21. Juni 2010

Heute segeln wir durch den Falsterbrokanal nach Gislövsläge. Vor der Klappbrücke im Kanal haben wir ein paar Minuten Aufenthalt, sie öffnet immer zur vollen Stunde. Der Kanal ist sehr kurz, ist man erst einmal drin, ist man auch schon wieder draußen. Durch die Passage des Kanals ist der Weg nach Gislövsläge 3 sm kürzer als der Weg um die Untiefen im Süden von Skanör. Die Fahrt geht an Trelleborg vorbei und kurz hinter dem Fährhafen kommt schon Gislövsläge in Sicht. Im Hafen finden wir einen Platz gleich hinter der Kaimauer, hier liegen wir gerne, man hat eine gute Sicht auf den gesamten Hafen. Mit einem Cappo in der Plicht lässt sich so gut das Hafenkino beobachten.


Klappbrücke im Falsterbrokanal

Dienstag, 22. Juni 2010
Sonniges Frühstücken in der Plicht und um 10.00 Uhr werfen wir die Leinen los. Draußen weht der Wind aus West mit 10-13 kn. Wir setzen Groß und Fock und steuern Ystad an. Ab Smygehuk, der südlichsten Spitze Schwedens, haben wir blauen Himmel und Sonnenschein. Dann zieht von Land eine dunkle Wolke auf und bringt uns guten Wind. Mit der Wolke ziehen wir nach Ystad, Carina rauscht durch die Wellen und gegen 15.00 Uhr sind wir in Ystad und die dunkle Wolke ist verschwunden. So legen wir mit Sonnenschein in Ystad an. Unterwegs habe ich mit meinem kleinen schwedischen Backofen (Omnia) einen Schokoladenkuchen gebacken, den genießen wir in der Plicht. Es schmeckt super lecker. Es sind erst 3 Gästeplätze an den Gästestegen besetzt, doch nach und nach füllt sich der Hafen.


Carinas Liegeplatz in Ystad

Mittwoch, 23. Juni
Hafentag in Ystad, wir wandern auf den Spuren von Kommissar Wallander.


Donnerstag, 24. Jun. 2010
Leinen los, es geht weiter. Von Ystad nach Skillinge. Anfangs ist die See spiegelglatt wie ein Ententeich. Wir motoren an der Küste vorbei und passieren den kleinen Hafen Kåseberga und die Schiffssetzung Ales stenar, sie ist mit 68 Metern Länge die größte erhaltene Steinsetzung in Skandinavien. Die aus einst 60 (heute noch 59) Steinen bestehende Schiffssetzung liegt auf einem etwa 37 Meter hohen Hügel direkt an der Ostseeküste und wir konnten sie heute sehr gut sehen.

Der Hafen Skillinge hat einen Fischereihafen und einen kleinen Yachthafen. Wir suchen uns einen Platz am Steg, erstes Anlegen mit Y-Auslegern in diesem Jahr. Der Ort ist sehr hübsch, viele ehemalige Fischerhäuser mit kleinen Gärten, in denen bunte Sommerblumen blühen. Zwischen den Häusern laufen wir durch kleine Gassen mit alten Pflastersteinen. An Bord gibt es Geburtstagskuchen und abends frisch geräucherten Lachs aus der Räucherei am Hafen.


Karte mit Fotos

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