Saison 2010 - Logbuch

von Lohals nach Rødvig


Karte mit Fotos

 

Freitag, 11.6.
Immer noch Dauerregen, aber wir laufen trotzdem aus. Das Plichtzelt wird nass eingepackt und die Crew legt Ölzeug an.


Schlechtes Wetter und der Mann muss raus

Draußen fällt der Regen auf eine spiegelglatte See. Wir motoren und stellen den Autopiloten an. So können wir unter der Sprayhood Schutz suchen. Hinter Langeland kreuzen wir den Tiefwasserweg und wir hören das Nebelhorn eines Frachters schon sehr früh. Es ist unheimlich, eigentlich müsste man den Frachter sehen können, denn das Nebelhorn klingt sehr nah. Dann taucht ein Containerschiff schemenhaft aus dem Nebel aus. Wir sind in Sicherheit, der Tiefwasserweg liegt hinter uns. Der Regen hört auf und die Sicht wird allmählich besser. Auf der ruhigen See entdecke ich die Rückenflosse von einem Schweinswale. Ich notiere die Position und melde später im Hafen die Sichtung an den GSM, sie sammeln die Daten und erstellen pro Jahr eine Karte mit den Sichtungen. Die Schweinswale sind gefährdet und brauchen Schutz. Im Hafen von Agersø sind wir das erste Gastschiff. Nach uns laufen dann noch 5 weitere Boote ein.

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Der Frachter taucht aus dem Nebel auf


Samstag, 12.6.
Viel Regen und Wind ist für heute vorhergesagt, deshalb bleiben wir im Hafen. Der Windmesser zeigt einen Spitzenwert von 30 kn. Auch der Hafenmeister meinte: Das ist eine gute Idee, heute im Hafen zu bleiben. Ab Nachmittag lockert die Bewölkung auf und die Sonne scheint, allerdings legt der Wind weiter zu. Die Böen lassen alles klimpert und klappern was nicht festgezurrt ist. Wir sind froh hier im Hafen zu liegen.

Sonntag, 13.6.
Wir bleiben noch einen weiteren Tag auf der Insel und folgen der gelben Wanderroute über die Insel. Es gibt drei verschiedene Wanderrouten, unsere gelbe Route geht durchs Dorf, dann am Strand vorbei und durch die Wiesen zurück zum Hafen. Die Route ist 5 km lang. Diesen Spaziergang über die Insel wollten wir schon im letzten Jahr machen. Es hat sich gelohnt, die Fotos zeigen das auch.

Montag, 14.6.
Weiter geht es Richtung Osten, wir laufen den Hafen Karrebæksminde an. Diesen Hafen haben wir noch nicht besucht. Er liegt auf Seeland und hat eine breite Einfahrt. Es stehen drei Häfen zur Auswahl, zwei vor der Klappbrücke und noch eine hinter der Klappbrücke. Wir wählen einen der Häfen vor der Brücke, er nennt sich Søfronten und liegt auf der Backbordseite. Nach einem Spaziergang durch den Ort, beschließen wir beim nächsten Besuch den Hafen hinter der Klappbrücke zu besuchen. Er liegt schöner und ist nicht so steril wie Søfronten. Das Dorf gefällt uns, einige schöne alte Häuser stehen am Kanal.

Dienstag, 15.6.
Karrebæksminde und die Umgebung kennen wir noch nicht, deshalb beschließen wir einen Hafentag einzulegen. Wir erkunden die Insel Enø. Außerdem beobachten wir den Neubau der Hafenaußenmole. Eine Schute voll mit Findlingen wird von zwei Schleppern ins Hafenbecken geschleppt und die Steine dann vom Bagger auf kleine Lkws entladen. Die Lkws fahren die Steine direkt auf die neu angelegte Mole. Eine spannende Angelegenheit. Vier Bagger sind ebenfalls im Einsatz. Die Hafenmole wird verändert, damit die Welle nicht mehr direkt ins Hafenbecken laufen kann. Denn wenn der Tidenstrom, der aus dem Fjord kommt, gegen die auflandigen Wellen (bei Wind aus West) in der Einfahrt läuft, baut sich eine unangenehme Welle auf, die das Ein- oder Auslaufen fast unmöglich macht. Heute Morgen fuhren die auslaufenden Schiffe durch sehr kappeliges Wasser, weil die Strömung gegen die einlaufenden Wellen stand.

Mittwoch, 16.6.
9.00 Uhr!!! Leinen los in Karrebæksminde, wir segeln nach Vordingborg. Sonne und Wind, ideale Bedingungen. Erst mit Fock und Groß und als wir den Wind achterlich haben, segeln wir nur mit dem Groß. Mit 5 kn rauscht Carina durch das Wasser. Schnell sind wir in Vordingborg und finden auch eine Box mit Wind von vorne. Nach einem Käffchen spazieren wir in die Stadt und kaufen ein. Zurück an Bord gibt es Erdbeertörchen und wir genießen das schöne Sommerwetter in der Plicht.

Donnerstag, 17.6.
Von Vordingborg segeln wir im Zickzackkurs zwischen den Inseln durch und oft müssen wir in einer betonnten Fahrrinne fahren, weil das Wasser nicht überall tief genug ist. Dänemark ist das Land der Inseln und logischer Weise gibt es deshalb auch viele Brücken. Heute passieren wir zuerst die Farøerbro und dann bei Kalvehave die Ulvsundbbro. Überwiegend können wir die Strecke unter Segel zurücklegen, nur bei Kalvehave schläft der Wind ein und wir motoren ein Stück. Ab Nyord können wir wieder segeln und die Fahrt geht weiter zwischen den Inseln durch. Perfektes Segelwetter ist heute, Sonne und Wind aus der richtigen Richtung und fast keine Wellen. Gegen 16.30 Uhr (nach 7 Std.) machen wir in Rødvig fest, wir finden sogar den Wunschliegeplatz in der hinteren Hafenecke.

Freitag, 18.6. - 39.Hochzeitstag
Wetterumschwung, die Sonne ist verschwunden und dicke dunkle Wolken ziehen über uns. Heute feiern wir den 39. Hochzeitstag! Die Sonne kommt am Mittag zaghaft wieder zum Vorschein und es wird doch noch ein brauchbarer Tag. Zum Auslaufen haben wir aber trotzdem keine Lust mehr und genießen den Tag im Hafen.

Karte mit Fotos

weiter nach Schweden

 

 

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