Saison 2009 - Logbuch

die restlichen Tage auf der Ostsee

Dienstag, 18.8.
Wir segeln bei schönstem Wetter aus dem Haderslev-Fjord. Der Wind frischt immer mehr auf und der Windmesser zeigt 30 kn an. Mit fast achterlichem Wind düsen wir Richtung Fåborg. Weil die Fock nicht gut steht, sie wird vom Großsegel verdeckt, rollen wir sie weg und segeln nur mit dem Groß weiter. Die Meilen purzeln, wir laufen 6 kn und als wir Lyø querab haben bergen wir das Großsegel, denn hier können wir mit der Fock besser die Tonnen ansteuern. Nach 28 sm sind wir in Fåborg. In der Räucherei besorge ich uns schnell ein paar Räucherheringe, zwei Fischklopse und zwei eingelegte Heringe. Diesen Fischteller genießen wir bei schönstem Sommerwetter in der Plicht und schauen den einlaufenden Schiffen beim Anlegen zu.
Mittwoch bekommen wir eine SMS von Vibeke und Anders, wir kommen morgen nach Fåborg und hoffen Euch dort zu treffen. Also bleiben wir und erwarten Albatros am Donnerstag. Den Hafentag nutzen wir für ein paar Arbeiten am Schiff. Die Segelpersenning wir imprägniert und Uwe dichte ein Fenster ab. Auf einer Vindö gibt es immer was zu tun.

tolles Segelrevier
achterlicher Wind
Kunst in Fåborg
Turm

Am Donnerstag läuft SY Albatros mit Vibeke und Anders ein und Albatros liegt nun gleich neben Carina am Steg. Frohes Wiedersehen und alle haben viel zu erzählen. Wir bleiben bis Samstag und segeln dann gemeinsam weiter zur wunderschönen Insel Lyø.

Samstag und Sonntag auf Lyø
Wir verbringen zwei gemütliche Tage auf Lyø, Vibeke und Anders zeigen uns am ersten Tag einen Teil der Insel. Wir gehen über einen Wanderweg durch Dorf und von dort zum östlichen Teil der Insel. Nachmittags radeln Vibeke und ich noch mal zum südlichen Ufer, denn dort ist ein Wikingerschiff, die Imme Gram gestrandet. Hier ein Bild von der Strandung. Leider finden wir nur noch einen Container, in diesem liegen die Überreste des Schiffes. Wegen Teer und Farbe muss das Schiff als Sondermüll entsorgt werden. Von hier radeln wir noch zum Klokkensten. Das alte Wikingergrab wirkt beim Sonnenuntergang sehr mystisch und geheimnisvoll. Abends grillen wir und genießen den Sonnenuntergang am Hafen. Sonntag wandern wir durchs Dorf und besuchen das elterliche Haus von Anders. Der neue Besitzer hat viel verändert und zeigt uns stolz das umgebaute Haus. Zu vielen Häusern erzählt uns Anders Geschichten und es ist sehr unterhaltsam mit den Beiden durch den Ort zu spazieren. Beim Kaufmann kaufen wir ein und grillen abends wieder am Hafen.

Gustav Gans

ie Gans Gustav ist wieder im Hafen und wir erfahren die ganze Geschichte der Gans. Sie lebt schon viele Jahre hier und überwintert beim Hafenmeister im Ort. Dort hat sie einen Schlafplatz und wird auch von ihm gefüttert. Im letzten Jahr ist sie von einem Hund gebissen worden und der Flügel war gebrochen. Vom Tierarzt ist sie versorgt worden und die Heilung kostete 18.000 Dkr. Nun ist sie eine goldene Gans! Die Rechnung bezahlte die Versicherung des Hundebesitzers. Gustav Gans begrüßte und verabschiedet die Schiffe im Hafen von Lyø.

Spaziergang über die Insel
Der Östersjo
Grillen am Strand
Klokkesten

Montag, 24.8.
Heute segeln wir von Lyø nach Mjelsvig. Der Wind weht aus SO mit anfangs 15 kn. Wir setzen die Fock und segeln so bequemer vor dem Wind als mit Groß und Fock. Auf dem Kleinen Belt schaukeln uns die Wellen hin und her, der Wind kommt von Achtern und die Wellen erwischen Carina von der Seite. Nun sind wir sehr froh, dass wir nur die Fock gesetzt haben, denn auch der Wind legt zu und weht mit 28 kn. Carina rauscht mit 7 Knoten durch die See. So kommen wir und auch Albatros schnell in die Dyvig. Hier sehen wir das neue Hotel, erbaut im schwedisch/norwegischen Stil. Wir peilen aber die Mjelsvig an und fahren durch das schmale Fahrwasser zum Hafen. Zusammen wandern wir quer durch die Felder zum neuen Hotel in die Dyvig. Hier ist noch nicht alles fertig. An einem Steg wir noch gearbeitet und auch das Hotel, so wie das Sanitärgebäude für den Hafen ist noch nicht fertig. Nach dem Spaziergang grillen wir wieder und genießen den Abend mit herrlicher Aussicht auf die Mejlsvig.

festmachen
spazieren
essen
genießen

Dienstag, 25.8.
Leinen los in Mejlsvig und Abschied von Albatros. Vibeke und Anders segeln heute nach Sønderborg und Carina steuert Fahrensodde in der Flensburg Förde an. An unserem Plichtzelt müssen einige Nähte neu genäht werden. Der Himmel ist grau und ab und an nieselt es. Wir motoren den ganzen Weg denn wir haben Flaute. In Fahrensodde finden wir eine grüne Box und nach dem festmachen bringen wir das Plichtzelt zum nahegelegenen Segelmacher Lee-Sails. Fahrensodde ist ein Frihavn und so brauchen wir kein Hafengeld zahlen.

Mittwoch, 26.8.
Wir steuern Flensburg an und machen im Stadthafen fest. Hier wurde der Steg erneuert und man liegt jetzt sehr gut hier, auch bei Hochwasser. Leider funktionieren die Stromsäulen noch nicht einwandfrei. 3 Stunden dauert es mit Hilfe vom Hafenmeister bist wir endlich Storm an Bord haben.

Donnerstag, 27.8.
Heute kommen Tim und sein Geschäftspartner Steffen uns besuchen und sie segeln mit nach Sønderborg . Wir haben guten Wind und Carina rauscht durch die See. Schnell legen wir die 18 sm zurück und laufen in den Stadthafen von Sønderborg ein. Wir finden einen Platz an der Kaimauer und gehen längsseits. Tim und Steffen machen einen Hafenspaziergang und fahren dann wieder nach Hause.

Start in Flensburg
Steffen am Ruder
Navigation
Sonderburg

Nun liegen wir im Heimathafen und es ist Bootspflege angesagt. Am ersten Wochenende (4. - 6.9.) kommen Fred und Brigitte nach Åbenrå, wir können nicht segeln, es stürmt und regnet das ganze Wochenende. Aber ein Lichtblick ist die Einladung von Vibeke und Anders zum Essen nach Nybøl Nor. Wir haben geschlemmt und uns gut unterhalten. Die Beiden sind sehr gute Gastgeber. Am Montag wird das Wetter besser und wir schleifen und lackieren. Erst in der Plicht und dann den Kajütaufbau. Für die nächsten Tage soll das Wetter gut bleiben.

Gute Laune
Einladung
Schleifen
Lackieren

Zwischen den Lackierarbeiten haben wir einen Ausflug nach Tönder unternommen. Tönder ist ein alte Handelsstadt mit viel Charme. Eine hübsche Fussgängerzone mit vielen alten Häusern aus den Jahren 1600 - 1800.

Tønder
Alte Häuser
Fussgängerzone
Pause

Wochenende 18. - 20. Sept.
Abschlusstörn gemeinsam mit Ronja in die Dyvig. Hier treffen wir Albatros mit Vibeke und Anders, sie haben ihren Enkel Kristopher und seinen Freund Jasper mit an Bord. In der Dyvig liegen wir gegenüber vom neu gebauten Dyvig-Kro im Yachthafen. Hier haben wir noch nie gelegen, meist sind wir in die Mjelsvig gesegelt. Aber man liegt hier sehr gut, die Sanitäreneinrichtigung sind ok und es gibt auch einen kleinen Kiosk. Abends werden wir mit einem fantastischen Sonnenuntergang verwöhnt. Der Himmel scheint zu brennen und spiegelt sich im Wasser wieder. Ein gigantisches Farbenspiel in gelb,orange und rot.
Gemeinsam segeln wir von der Dyvig in die Gennerbucht. Wind und Wetter meinen es sehr gut mit uns. Es wird eine traumhafte Segeltour, mit Wind aus SO können wir bis in die Gennerbucht hineinsegeln und bergen erst kurz vor der kleinen Halbinsel Kalvø die Segel. Alle drei Schiffe finden am Stegkopf einen Liegeplatz (Päckchen Albatros, Ronja und Carina).
Am nächsten Tag taucht die Sonne aus dem Nebel aus und verwöhnt uns wieder mit wärmenden Strahlen. Wir legen schon früh ab, müssen aber leider wegen wenig Wind zurück nach Åbenrå motoren. So geht eine schöne Segelsaison zu Ende.

Dyvig
Albatros
Bastelstunde
Gennerbucht

Wir haben viele Freunde und Bekannte unterwegs getroffen und auch neue Freundschaften geknüpft.
Der Ausklang dieser Saison war sonnig und sehr gesellig
, wie fast die ganze Segel-Saison.

Alle Fotos

Übersicht 2009