Saison 2009 - Logbuch

Start der Sommerreise

Wir sind wieder an Bord und erledigen noch ein paar Reparaturen, wie Decksfugen bearbeiten, Bootshaken schleifen, lackieren usw

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Arbeitstage auf Carina


Samstag, 20. Juni

Heute kommt die Ronja-Crew an Bord und Carina läuft nicht aus. Wir freuen uns auf ein Wiedersehen und sitzen abends noch lange auf Ronja zusammen.

Sonntag, 21. Juni
Der Motor von Ronja springt nicht an und Fred taucht ab in den Motorraum. Es werden Filter gewechselt, entlüftet und Schläuche abgedichtet. Dann wird auch noch der Impeller getauscht. Endlich hören wir das ersehnte Geräusch, der Motor läuft. Es ist aber nun schon zu spät zum Auslaufen und wir bleiben einen weiteren Tag in Åbenrå. Brigitte und Fred haben eine Woche Zeit und wir wollen ein Stück gemeinsam segeln.

Montag, 22. Juni
Leider hat Ronja immer noch ein Motorproblem und fährt deshalb nach Augustenborg in die Werft. Carina fährt alleine nach Fåborg. Der Wind weht nur ganz schwach und wir motoren das ganze Stück (33sm) bis Fåborg. Eine SMS von Ronja lässt hoffen, der Motor funktioniert wieder. Falls er auch morgen früh gut anspringt, wollen wir uns auf Lyø treffen. Dort wollen wir gemeinsam St. Hans feiern.

Ronja fährt nach Augustenborg
Tschüss Aabenraa
Große Bavaria 31 - kleine Vindö 30
Fåborg

Dienstag, 23. Juni
Wir laufen Lyø an, Anders hat uns schon viel schönes von Lyø berichtet, aber in Echt ist die Insel noch viel schöner. Der Hafen ist noch leer und wir finden schnell einen guten Liegenplatz. Das Wetter ist herrlich und so erleben wir die Insel im Sonnenschein. Direkt am Hafen gibt es ein Haus für die Segler mit Küche, Aufenthaltsraum, Duschen und Toiletten. Auch Waschmaschine und Trockner fehlen nicht. Neben dem Haus sind Bänke und hier kann man mit Blick auf den Hafen sitzen und grillen. Wir wollen aber erst mal zum Dorf wandern. Die Straße führt uns direkt zum Dorf. Mitten im alten Kirchdorf liegen 5 Teiche. Alle Häuser gruppieren sich um den Anger (Gemeinschaftplatz), das Dorf Lyø liegt mitten auf der Insel und ist von Bäumen und Feldhecken umgeben. Hier finden wir wunderschöne alte Fachwerkhäuser. An diesen Fachwerkhäusern fällt uns gleich der charakteristische blaugraue Strich um das schwarz geteerte Holz auf. Infos zur  Insel Lyø

Hafeneinfahrt Lyø
Ronja läuft ein
Spaziergang
St Hans Feuer

 

Brigitte und Fred laufen gegen 18.00 Uhr ein und haben viel zu erzählen. Der Motor hatte nicht nur ein sondern gleich drei Probleme, 1. ein undichter Dieselschlauch, 2. die Dieselpumpe und 3. die Vorglührelais! Aber nun ist alles in Ordnung und der Motor springt ohne zu murren an und alle hoffen, dass es so bleibt.

Wir sitzen lange zusammen und feiern St. Hans, das dänische Sonnenwendfest. Brigitte und ich wandern zur Ostseite der Insel und schauen uns das Feuer an. Überall an den Ufern der anderen Insel sehen wir flackernde Feuer.

Mittwoch, 24. Juni
Heute feiern wir Geburtstag, also Hafentag auf Lyø. Morgens gehen wir ins Dorf und zeigen Brigitte und Fred die schöne Insel. Auch den Beiden gefällt es hier sehr gut. Es ist ein sonniger und warmer Tag, richtiges Geburtstagswetter. An Bord gibt es Erdbeerkuchen ala CARINA, Waffeln mit Erdbeeren (von der Insel) und einem dicken Klacks Schlagsahne. Dann bereiten wir den Grillabend vor. Fred und Uwe bewachen den Platz mit Grill und Getränke. Zum gegrillten Lachs gibt es aus dem neuen Backofen "Omnia" ein Kartoffelgratin mit Brokkoli. Anschließend serviert Brigitte Würstchen, Schweinefilet und Pute mit Salat. Das fürstliches Essen mit der grandiosen Aussicht haben wir alle genossen.

Lyø By
Motive ohne Ende
Geburtstagskuchen
Grillgut

Grillwache
Grillpause
Grillecke
Abkühlung

 

Donnerstag, 25. Juni
Ronja und Carina wechseln nach Svendborg. Hier wird der neue Yachthafen eingeweiht. Viele Schiffe liegen im Hafen, aber wir haben Glück und finden noch eine freie Box. Der Wind nimmt ständig zu und so beschließen wir einen Hafentag in Svendborg.

Liegeplatz Svendborg
Fischbringdienst
Geburtstagsessen

Samstag, 27. Juni
Ronja verlässt uns wieder, Brigitte und Fred segeln nach Fåborg. Wir bleiben noch, morgen geht es weiter.

Sonntag, 28. Juni
Heute ist Lohals unser Ziel. Wir finden einen Platz im Stadthafen und liegen gut am Gästesteg. Abends besuchen uns Elsbe und Dieter, die Beiden haben wir im letzten Jahr im Limfjord kennen gelernt, sie segeln eine wunderschöne Mistral.

Lohals auf Langeland
kein Wind
noch steuert der Skipper
Hafen Omö

Montag, 29. Juni
Von Lohals fahren wir weiter nach Omø, leider motoren wir den ganzen Weg weil nur ein Hauch uns entgegen weht. Der Hafen von Omø ist noch nicht voll belegt und wir gehen in eine Box im hinteren Hafenteil. Nach und nach kommen immer mehr Schiffe und der Hafen füllt sich so wie man es von Omø kennt. Ein Spaziergang ins Dorf machen wir um ein paar Sachen einzukaufen, anschließend genießen wir den warmen Abend in der Plicht.

Dienstag, 30. Juni
Auch heute regt sich kein Lüftchen, wir motoren den ganzen Weg bis Vordingborg. Uwe hat unterwegts einen Frisörtermin auf dem Achterdeck. Anschließend schleift Uwe das Vorluk und ich lackiere es. Auch der Bootshaken bekommt einen Anstrich. Es ist der heißeste Tag in dieser Saison. Nur durch den Fahrtwind haben wir ab und an ein wenig Abkühlung. Im Hafen von Vordingborg ist es sehr heiß und deshalb haben wir für den Weg in die Stadt keine Lust. Wir besorgen beim Fischhändler verschieden eingelegte Heringe und genießen das kalte Abendessen in der Plicht. Zum Kochen ist es auch zu heiß, gegen 19.00 Uhr haben wir immer noch 29 Grad im Salon. Moni und Hans-Werner mit der Priem (Vindö50) liegen auch hier im Hafen, mal hören, was sie so zu berichten haben. Auch für Morgen ist nur Schwachwind angesagt, da werden wir wohl wieder mit der Eisernen-Genua segeln.

nun steuert der Autopilot
Vordingborg

Mittwoch, 1. Juli
Der Wetterbericht spricht von umlaufenden Winden und Gewitterböen.  Wir wollen durch den Bøgestrom nach Rødvig. Um 9.00 Uhr heißt es Fender rein, Motor an, Leinen los und dann geht es im Zickzackkurs durch das enge Fahrwasser. Geleitet werden wir von roten und grünen Tonnen, Untiefentonnen und Einzelgefahrentonnen. Vorbei am Hafen Kalvehave und an der Insel Nyord mit dem niedlichen kleinen Hafen. Diese kleine Insel möchte ich auch noch einmal besuchen.  Es ist schon viele Jahre her, da waren wir mit der anderen Carina (Biga 24) in diesem Hafen. Jens war vielleicht 6 Jahre alt und hat das Hafengeld bei einem alten Fischer in dessen Fischerhütte alleine bezahlt. Er kam aufgeregt zum Schiff zurück und meinte: Der sah lustig aus der alte Mann, er hatte nur noch einen Zahn. Jens fehlten zu diesem Zeitpunkt die beiden mittleren Schneidezähne und auch er sah lustig aus.
Dieses enge Fahrwasser ist das Revier vieler Schwäne, hier leben 1.000ende. Die Fahrrinne ist zwischen 3 und 2,40 m tief, der Rest ist viel flacher. Heute ist das Wasser ganz glatt und klar, wir können das Seegras und den Grund sehen, wir fahren über betaute Wiesen. Das Seegras bewegt sich in der Strömung wie flatternde Haare im Wind. Die Pflanzen reichen fast bis zur Wasseroberfläche, jedenfalls sieht es so aus. Viele kleine unbewohnte Inseln liegen rechts und links des Fahrwassers, sie sind umlagert von vielen Schwänen. Auf dem Wasser treiben viele weiße Federn.
Hinter uns bauen sich gewaltige Wolken auf, ob es die angekündigten Gewitterwolken sind? Sie bleiben nicht hinter uns sondern ziehen mit, bleiben aber auf der Backbordseite über dem Land. Es donnert und sieht immer bedrohlicher aus, aber außer ein paar Tropfen bleiben wir verschont. Die Sonne kommt wieder zum Vorschein und die Wolken lösen sich auf. In Rødvig laufen wir gegen 14.30 Uhr ein und finden auch gleich eine freie Box.

Tschüss Vordingborg
Kalvehave
Windstill und Glasklar
Abends in Rødvig

Donnerstag, 2. Juli
Auch heute haben wir Carina wieder als Motorboot benutzt. Es ist sonnig, sehr warm und es weht nur ganz schwach. In Rødvig laufen wir gegen 9.00 Uhr aus, begleitet werden wir von zwei dänischen Marinesegelbooten. Sie fahren den gleichen Kurs bis nach Dragør. Das erste Segelboot fährt vor uns in den Hafen und das zweit wartet erstmal vor der Hafeneinfahrt. Im Gegensatz zu uns finden sie eine Liegemöglichkeit, Carina fährt weiter nach København in den Lynetten-Segelclub auf Margrethenholm. Hier gibt es viele grüne Box und wir sind froh, als wir fest zwischen vier Pfählen liegen, zahlen müssen wir hier die ersten vier Tage nicht, Lynetten gehört zu den Frihavn.

Auslauf in Rødvig
Einfahrt in Dragør
Weiter nach København
Øresundsbroen

weiter mit København

Übersicht 2009