Saison 2008 - Logbuch

 

Fåborg

Carina nimmt Kurs Richtung Fåborg. Im Hafen von Fåborg ist viel Platz, man merkt, es ist noch keine Saison, jedenfalls für die meisten Segler. Nur die Pensionister sind schon unterwegs. Da ich nicht so fit bin, Sonnenbrand und Kopfschmerzen, beschließen wir einen Hafentag in Fåborg. Am Dienstag läuft die Waikiki ein und macht neben uns fest. Abends bekommen wir von David zwei gegrillte Marshmallows, diese Geste freut uns sehr. In Ærøskøbing hatte ich David eine Tüte geschenkt, vor vier Jahren hat er mir das Grillen von Marshmallows in Ærøskøbing gezeigt.  Fåborg gefällt uns immer besser, die Stadt entwickelt sich prächtig und wir fühlen uns hier willkommen. Kostenloser Internetzugang mit sehr gutem Empfang macht es mir möglich einige Bilder vom Vindö-Treffen auf die Homepage zu laden. Auch chatten wir mit den Kindern, mit Tim in Kaki und Pamina in Hamburg.

Fåborg
Innenhof
Stadttor
Ansicht

Svendborg
In Svendborg finden wir eine Baustelle vor. Richtig einladend sieht der Hafen nicht aus. Svendborg bekommt ein neues Hafenmeisterbüro mit neuem Sanitärbereich für Gäste. Es wird auf einem Ponton gebaut. An der Kaimauer wird gepflastert, Stromkästen und Wasseranschlüsse werden erneuert. Deshalb haben wir keinen Stromanschluss, also auch kein Internet, denn mein Akku hält nicht lange durch und an die Bordbatterie kann ich nicht, außerdem müssen wir diese schonen. Wir holen frische Kronen und kaufen ein, morgen geht es weiter nach Troense.

Segelwetter
Svendborg

Troense
Troense ist einen kleiner Hafen im Svendborgsund. Der Hafen gehört dem Segelclub und liegt direkt am Fahrwasser des Sunds. Es kann etwas unruhig werden, wenn die Motorboote mit viel Speed direkt am Hafen vorbeifahren. Davon abgesehen liegt man aber wunderschön mit Aussicht auf den Svendborgsund. Der Ort Troense ist sehenswert, viele hübsche Häuser, die liebevoll gepflegt werden. Hier wohnten früher viele Kapitäne. Troense ist auch bekannt für seine Obstgärten. Ganz in der Nähe, über eine wunderschöne alte Allee zu erreichen, liegt Waldemars Slot. Der Park ist öffentlich und es gibt dort ein Cafe und ein Restaurant. Für Fußkranke besteht die Möglichkeit mit der alten Fähre Helge von Troense zum Schloß zu fahren. Oder man nimmt nur die Hin- oder die Rücktour. Helge fährt nach Fahrplan, die Tour geht von Svendborg zum Schloß und zurück, mit einigen Haltestationen unterwegs.

Troense
Svendborgsund
Regatta
Segelwetter

 

Lundeborg
Wir segeln durch den Svendborgsund und genießen die Aussicht auf die Natur und die hübschen Häuser, immer wieder ein Genuss. Am Ausgang des Sunds startet eine Regatta, das Feld macht sich mit Spinnaker auf den Weg Richtung Lohals auf Langeland. Ein schönes Bild, leider reicht mein Zoom nicht aus um ein richtig gutes Foto zu machen. Kurz vor Lundeborg schläft der Wind ein und wir bergen die Segel, das letzte Stück motoren wir. Im Hafen finden wir einen guten Platz. Kurze Zeit später laufen viele Schiffe ein, der Grund ist eine Geschwaderfahrt vom Lübecker Segelclub. Nun ist der Hafen richtig voll. Leider gibt es hier keinen Internetzugang. Auch mit der zusätzlichen Antenne finde ich keinen offenen W-lan Zugang.

Wir bleiben einen weiteren Tag in Lundeborg, Uwe erneuert einige Fugen im Teakdeck. An unserer alten Lady gibt es immer was zu restaurieren. Hier am Hafen gibt es einen Fischkiosk, dort essen wir einen Stjerneskud, zwei Fischfilets mit Krabben auf Salat, dazu gibt es noch frisch geröstetes Brot. Schmeckt sehr lecker. Beim anschließenden Spaziergang durch Lundeborg entdecken wir ein Cafe. Das Cafe befindet sich in einem neuen interessant gebauten Haus, der Clou ist aber der gut angelegte Garten mit vielen kleinen Sitzplätzen. Dazu gehört ein Hotel, die Zimmer sind in einem separaten alten Fachwerkhaus. Der Garten lädt zum Verweilen ein und wir können nicht wiederstehen. Cappuccino und ein Nusskuchen mit Schokoladenglasur werden uns im Garten serviert.

Lundeborg
Fischereihafen
Hafencafe
Carina
Landgang
Cafegarten

Agersø
In der Nacht haben wir den ersten Regen abbekommen, bis jetzt sind wir von der Sonne verwöhnt worden. Auch heute scheint sie wieder, allerdings sind auch viele Wolken unterwegs. Der Wind weht schwach aus NO, da werden wir motoren müssen. Unser Ziel ist die kleine Insel Agersø. Diesmal geht es nicht nach Omø, sondern auf die Nachbarinsel Agersø. Kurz vor dem Hafen erwischt uns dann auch noch eine kleine Regenschauer. Aber nachdem wir fest in der Box liegen, können wir schon wieder bei Sonnenschein die Insel erkunden. Eine schöne Mühle ist das Wahrzeichen der Insel, sie ist weit von See schon gut zu sehen und wurde früher auch von den Seeleuten als Landmarke genutzt. Sehenswert ist das Dorf, es hat einen Dorfteich und eine kleine Kirche. Früher wurden im Dorfteich das Vieh getränkt und die Wagen der Bauern gesäubert. Die Kirche wurde 1805 gebaut, davor mussten die Bewohner von Agersø mit der Fähre nach Skælskør fahren. Der Köbmannsladen ist geöffnet und wir kaufen Schnitzel für das Abendessen ein. Außer Carina liegen nur noch zwei andere Segler im Hafen. Später kommen noch 3 Charterschiffe (alles Affenfelsen) dazu, pro Schiff ca. 8 Personen.

Omø-Fähre
Agersø
Mühle
für Karin
einsam
Seeansicht

Vordingborg
Heute steht Vordingborg auf dem Programm. Wir verlassen die schöne Insel Agersø und es geht weiter Richtung Vordingborg. Die Sonne scheint wieder vom blauen Himmel und wir freuen uns auf einen Segeltag. Leider ist nix mit segeln. Der Wind weht mit 2-3 Kn, das reicht nicht zum Segeln. Also motoren wir die ganze Strecke bis Vordingborg, insgesamt 32 sm. Heute ist es viel wärmer als gestern und wir genießen die Fahrt, auch unter Motor. Einen Platz zu finden ist kein Problem, auch in Vordingborg ist noch keine richtige Saison. Es wird noch gekrant und am Mastenkran werden Schiffe aufgeriggt. An allen Stegen kommt man jetzt problemlos und kostenlos ins Internet. Das Wetter ist bis jetzt wirklich ein Traum, jeden Tag Sonne, nur gestern erstmalig ein paar Tropfen Regen. Im Wind und im Schatten merkt man, dass noch nicht Sommer ist. Auch abends wird es schnell kühl und wir freuen uns über das Plichtzelt. Hier ist es gemütlich und die Kälte bleibt draußen.

motoren
Vordingborg
Gänseturm

Kalvehave
Unser Ziel sollte eigentlich Rödvig sein, aber uns ist es auf See zu kalt. Wir haben schon mehrere Schichten Klamotten übereinander an und trotzdem kriecht die Kälte in uns rein. Der Wind ist immer noch eisig, obwohl die Sonne den ganzen Tag von einem blauen Himmel strahlt. Es ist eben noch nicht Sommer, sondern Frühjahr! Kurz hinter der Brücke, die Sjælland mit Møn verbindet, laufen wir den Hafen Kalvehave an. Als Carina gut fest in der Box liegt und wir es uns in der Plicht gemütlich machen, können wir uns auch nach und nach von den wärmenden Schichten trennen. Hier im Hafen ist schon Sommer, wir genießen die Sonne mit Kaffee und Kuchen in der Plicht. Unsere Entscheidung, hier Station zu machen, war richtig. Morgen haben wir dann nicht mehr so eine lange Strecke zu segeln und vielleicht ist es dann schon wärmer.

Uwe bessert die Fugen vom Teakdeck aus und anschließend machen wir einen kleinen Rundgang durch die Gemeinde. Kalvehave bietet nicht viel, außer einem tollen Blick auf die Brücke.

Brücke
Hafen
Im Hafen

Rødvig
Die Entscheidung mit Pause in Kalvehave war goldrichtig. Heute ist es warm und wir können ohne dicke Jacken segeln. Segeln allerdings erst hinter Nyord, nachdem wir die Fahrrinne hinter uns haben. Erst ist der Wind sehr schwach und die Wellen lassen das Groß hin und her pendeln. Das nervt, aber dann frischt der Wind etwas auf und wir können Rödvig direkt ansteuern. Ohne eine Wende kommen wir in Rødvig an. Eine Box finden wir schnell, denn der Hafen ist noch nicht voll belegt. Es stehen noch einige Schiffe an Land. Der Fischereihafen von Rødvig bietet viele Fotomotive, Uwe bleibt an Bord und ich gehe auf Motivsuche. Erst Fischereihafen und dann zum Feuersteinofen. Beim Wahrzeichen von Rødvig, dem Flintofen muss ich viel Geduld haben, entweder stehen Wohnmobile im Weg oder Motorräder.

Fischereihafen
Lüttfischer
Fischerhütten

 

København
Von Rødvig fahren wir direkt nach København. Dragør war zwar geplant, aber das kleine Stück bis København geht auch noch. In Margareteholm, im Segelclub Lynetten, finden wir unseren Liegeplatz für die nächsten Tage. Hier kommen wir in den Genuss der Frihavn Regelung. Die ersten drei Tage liegen wir kostenlos. Hier im Club fühlen wir uns immer willkommen und finden auch problemlos eine Box. Die Stegnachbarn nehmen die Leinen an und rufen eine Willkommen zu. So ist es schön, da freuen sich die Gäste.
Am nächsten Tag fahren wir mit dem Fahrrad in die Stadt. Vorbei an der neuen Oper und die erste Pause machen wir in Christianshavn. Christianshavns Gästeplätze sind in den letzten Jahren immer beliebter geworden. Die Gebühren sind entsprechend gestiegen. 200 Kronen wäre unser Hafengeld in Christianshavn. Die Anzahl der Plätze ist sehr begrenzt, hier liegen jetzt überwiegend Festlieger. Aber schön ist die Ecke und wir schauen uns immer gerne dort um. Weiter geht es nach Nyhavn. Hier trifft sich ganz Kopenhagen und es ist auch ein beliebtes Ziel für die Touristen. Es gibt jede Menge Cafes und Restaurants, und ganz beliebt ist die Kante an der Kaimauer. Sie ist auf der ganzen Länge mit "Kantenhockern" bestückt.

Wir stellen die Fahrräder hier ab und laufen durch die Fußgängerzone bis zum Rathaus. Den gleichen Weg nehmen wir auch wieder zurück, immer wieder bleiben wir bei den Straßenkünstlern stehen. Es wird Tango geboten, ein Jongleur zeigt seine Künste, Musik der verschiedensten Art und wir beobachten Glücksspieler. Der Hütchenspieler versucht an das Geld der Touristen zu kommen. Einige der Spieler gehören offensichtlich zu dem Hütchenspieler und sollen die Touristen mit vermeintlich hohem Gewinn ködern. Die 100 Kronenscheine wandern hin und her. Aber zum Glück fällt kein Touri auf diese Gruppe herein. Das ist glatter Betrug, die gehören alle zusammen und spielen uns was vor. Zurück in Nyhavn gibt es einen Cappo mit toller Aussicht auf das ganze Spektakel. Auf dem Rückweg versuchen wir in Christianshavn ein paar Einkäufe zu erledigen, aber wir finden keinen offenen Supermarkt. Einkauf vertagt auf morgen
Montag, ein Tief beschert uns Regen und Sturm. Den ganzen Tag regnet es und weht mit 7 Bft. Kein Denken ans Einkaufen bei diesem Wetter. Wir bleiben an Bord und essen Reste a la Carte
. Für Morgen sagt der Wetterbericht besseres Wetter voraus.
Der Wetterbericht hat nicht gelogen, das Wetter ist wieder sonnig und wir verbringen den Tag in København. Diesmal sind wir mit dem Bus in die Stadt gefahren. Der Bus fährt direkt von Lynetten bis vor Christiansborg. Wir wandern von dort am Kanal vorbei, hier stehen unter Wasser Figuren, durch die Wellen sieht es aus, als wenn sie sich bewegen. Der Gammelstrand ist auch ein beliebter Platz zum "Openair-sitzen". Weiter geht es zum Rathausplatz, hier suchen wir vergebens das Touristbüro, umgezogen und kein Hinweis auf den neuen Standort. Durch die superlange Einkaufsstraße laufen wir zurück zum Nyhavn. Hier sitzen wir in einem der zahlreichen Cafes und beobachten beim einem Cappo das Publikum. Die Kantenhocker sind auch wir da und kaum ein Stück der Kaimauer ist frei. Dann geht unser Weg über die Knippelsbro nach Christianshavn. Nach einem weiteren Cappo, wir sitzen direkt am Kanal, natürlich wieder draußen, schauen wir uns noch mal nach einer Liegemöglichkeit um. Dabei entdecken wir einige freie Liegemöglichkeiten und beschließen am nächsten Tag Carina nach Christianshavn zu verlegen. Bei dem Liegeplatz handelt es sich glücklicherweise auch noch um einen Frihavnplatz. Mit dem Bus fahren wir von Christianshavn nach Lynetten zurück.

København
Offshorepark
Christianshavn
Nyhavn


Wir haben Glück, Carina liegt ab heute auf dem ausgesuchten und freien (grüne) Liegeplatz in Christianshavn. Strom gibt es hier auch, allerdings mit Geldautomat. Nach dem Festmachen können wir nun gleich in die Stadt gehen. 1. Pause machen wir wieder in Nyhavn. Als nächstes schauen wir uns das neue Schauspielhaus "Skuespilhuset" an. Es liegt direkt am Wasser, an der Ecke von Nyhavn mit Blick auf die neue Opera. Die Architekten Boje Lundgaard und Lene Tranberg haben für 900 Millionen Kronen einen für unseren Geschmack hässlichen Kasten gebaut. Wir wandern weiter zur Amilienborg und zum Gefionbrunnen. Der Brunnen begeistert mich jedesmal. Ein Stück weiter schauen wir uns die Lille Havfrue an. Ein Foto, nur von der Figur zu machen, stellt sich als sehr schwierig dar, eine Horde Japaner belagert die Meerjungfrau und sie wird erklettert und jeder Japaner wird mit der Meerjungfrau fotografiert. Und das dauert...... Von hier geht es zurück nach Nyhavn. Hier haben wir aber kein Glück, alle Stühle sind belegt. Den Cappo gibt es auf Carina in Christianshavn.

Kanal
Kaffee
Opera
Verkehrschaos
Zollhaus
Gefionbrunnen
Lille Havfrue

 

Route

weiter gehts von Dragør nach Aabenraa

Foto Übersicht