Saison 2006

6. Teil Bornholm Ostküste

Von Allinge nach Nexø

Freitag, 21. Juli 2006
Aufbruch, wir wollen weiter und mehr von dieser wunderschönen Insel sehen. Heute ist seit langer Zeit der Himmel bewölkt, Gewitter ist angesagt. Kein Problem, wir haben nur eine kleine Strecke von 5 Seemeilen vor uns. Allinge ist unser Ziel. Im Hafen finden wir noch einen Platz an der Kaimauer zwischen fünf anderen Schiffen. Wir haben den Bug an der Kaimauer und können, ohne über andere Schiffe zu klettern, an Land. Für Allinge ein Glücksfall. Der Hafen ist immer sehr gut besucht und die Päckchen sind entsprechend groß. 5 - 6 Schiffe im Päckchen sind keine Seltenheit, oft sieht man vom Wasser im Hafen nichts mehr. Dann gehen die Päckchen von einer zur anderen Seite des Hafens. Allinge und Sandvig sind mittlerweile zusammen gewachsen und man nennt sie auch die Zwillingsstädte. Sandvig hat nur einen sehr kleinen Hafen. Hier gibt es einen großen Campingplatz und eine schöne Badebucht mit herrlichem Sandstrand. Aber Allinge ist für uns die bessere Wahl, der Hafen ist größer und die Stadt bietet mehr Geschäfte und Cafes. Ein kühles Bier auf der Terrasse direkt am Hafen und dabei die einlaufenden Schiffe beobachten, was gibt es Schöneres.

Liegeplatz Allinge
Kirche Allinge
Terrasse Räucherei
Bornholmer

Heute (Sonntag) fahren wir mit dem Bus nach Hammershus und besichtigen die Burg. Von Hammenhavnen aus haben wir die Burg nicht besucht, weil in dieser Zeit ein Rockkonzert stattfand. Die Besichtigung ist wieder sehr interessant, obwohl es viel zu heiß ist. Alles ist anstrengend, klettern, laufen, schauen....

Brücke
Turm
Aussicht
Kamelköpfe
Steiler Abgang
Rundgang
Blommettårnet
Abgang

 

Montag, 24. Juli 2006
Von Allinge segeln wir nach Gudhjem. Auch hier finden wir noch einen Platz mit dem Bug zur Kaimauer. Gudhjem liegt sehr schön, eingebettet in Felsen. Dadurch ist es allerdings auch sehr heiß, weil die Steine sich aufheizen und die Luft still steht. Wie im Backofen liegt man hier. Aber wir wollen nicht klagen. Die Stadt, mit den vielen kleinen Häusern, die sich an die steilen Felsenhängen schmiegen, zieht viele Touristen an. Die Stadt lebt und ist im Sommer der Anziehungspunkt der Insel. Vom höchsten Punkt, dem Bokul (47m) hat man eine tolle Sicht auf die Ostsee, den Hafen und die vielen roten Dächer der Stadt. Es gibt zwei Häfen, da bei Ostwind der Haupthafen nicht angelaufen werden kann, baute man bei Nørre Sand einen Sturmhafen. So haben die Fischer zu jeder Zeit einen Hafen den sie anlaufen können. Für die Sportsegler ist der Stadthafen die besser Wahl, außer natürlich bei starkem Ostwind. Dann werden die Tore geschlossen und nur Nørre Sand kann angelaufen werden. Die „Thor“ ein altes Ausflugsschiff macht im Sommer Fahrten an der Küste vorbei, zu den Felsformationen „Helligkommen“. Außerdem fährt die Fähre nach Christiansø von hier ab. In der Räucherei haben wir das spezielle Gudhjem-Gericht probiert. „Sol over Gudhjem“ übersetzt die Sonne über Gudhjem. Es ist ein geräucherter Hering, Radieschen, Schnittlauch, Salz und ein rohes Eigelb. Dazu Schwarzbrot. Ein besonderer Genuss, wenn man bei untergehender Sonne, direkt an den Felsen sitzt und dazu die Aussicht auf die Ostsee genießen kann.

Wer steuert?
Liegeplatz Gudhjem
Badefelsen
Ausflugsschiff "Thor"
Uwe filmt
Dächer v. Gudhjem
Sol over Gudhjem
Sonnenuntergang Gudhjem
Hafen Gudhjem
Möwe Jonanthan
Stadt Gudhjem
Hafen Gudhjem

Dienstag, 25. Juli 2006
Auch hier in Svaneke ist es wie in Gudhjem, schön, voll und heiß. Diesmal liegen wir im Päckchen (4er). Viel laufen mag man nicht, es ist zu warm. Die Stadt haben wir uns angesehen und auch die Räucherei. Svaneke ist insgesamt eine Sehenswürdigkeit, sehr viele alte Häuser sind gut erhalten. Es gibt viele kleine Gassen und in den Gärten wachsen Feigen, Maulbeeren und Walnüsse in nahezu südländischem Klima. Morgen geht es weiter nach Nexø

Svaneke Leuchtturm
Svaneke Hafen
Päckchen in Svaneke
Carina legt ab
Vorhafen von Svaneke
Svaneke Hotel Ostersøen

Mittwoch, 25. Juli 2006
Von Gudhjem fahren wir Richtung Nexø und machen dann erstmal Badepause. Diese Abkühlung tut gut, dann setzen wir die Fock und segeln mit achterlichem Wind nach Nexø. Dieser Hafen bietet viel Platz, kann aber nicht mit dem Charme von Allinge, Gudhjem oder Svaneke mithalten. Nexø ist mit seinen knapp 4000 Einwohnern Bornholms zweitgrößte Stadt und der größte Fischereihafen der Insel. Der alte Hafen ist in den Sommermonaten für die Sportsegler reserviert. Man liegt hier mit Heckbojen an der Kaimauer. Mit wenigen Schritten ist man in der Stadt. Ein paar Cafes, Geschäfte, Supermarkt alles da.

Abkühlung
Liegeplatz in Nexø
Kirche Nexø


Am Donnerstag fahren wir mit dem Bus nach Dueodde. Dort gibt es Sandstrand ohne Ende und man sagt, es ist der feinste Sand der Welt. Dieser Sand wurde früher für die Sanduhren genommen. Wir haben Badezeug mit und das Wasser ist herrlich. Und am Strand steht einsam ein Sessel, wie für Uwe extra angespült. Er möchte ihn dann aber doch nicht benutzen. Die Dünen von Dueode bestehen aus Flugsand. In dieser Ecke der Insel sind überwiegend Ferienhäuser und Campingplätze. Häfen, die wir mit Carina anlaufen können, gibt es im Süden der Insel nicht.

Dueodde
Sessel am Strand?
Dünen

Freitag geht es nur mit der Fock (achterlicher Wind) Richtung Tejn. Carina schaukelt uns richtig toll, vom Vortag steht noch die alte Dünung. In Tejn finden wir den letzten Platz an der Kaimauer. Auch hier gibt es Heckbojen. Als wir gut fest sind, wird gleich neben uns in der Werft ein großes Schiff gehoben. Die Werft besitzt einen Hebeslip. Das Lagergestell wird auf einer Plattform abgesenkt, das Schiff fährt in diese Kammer und dann wird die Kammer mit dem Lagergestell und Schiff wieder angehoben. Der Hafen bietet sonst nicht viel. Auch der Ort ist nicht sehenswert. Von hier wollen wir morgen wieder zurück nach Schweden, in die Hanø Bucht.

Hebeslip
Lagergestell
Kutter steht an Land
Hafen Tejn

Samtag, 29.7.
Weiterfahrt hat sich verschoben. Wir haben schon wieder Probleme mit dem Motor. Der Anlasser funktioniert nicht. Da Wochenende ist, heißt es bis Montag warten. Mit dem Bus fahren wir nach Allinge, denn in Tejn gibt es nicht mal eine Bank und wir brauchen Kronen. Der Hafen in Allinge ist kaum belegt.

Montag, 31.7.
Uwe hat den Anlasser ausgebaut und wir haben vom Volvo-Penta-Service einen gebrauchten Anlasser kaufen können. Er ist jetzt eingebaut und der Motor ist wieder ok. Morgen geht es weiter........

in die Hanöbucht

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